Dekorative Techniken

Lasurtechniken

Lasurtechniken zählen zu den edelsten Möglichkeiten der farbigen Gestaltung von Decken, Wänden und Fassaden. Die ästhetisch und inspirierend wirkenden, künstlerisch geschaffenen Wandflächen vermitteln dem Betrachter einen Eindruck von zeitloser Eleganz und Lebensqualität.
Lasurtechniken, zu denen u. a. auch die Wischtechnik zählt, entfalten beim Auftragen mehrerer, transparenter Farbschichten eine Tiefenwirkung und lassen Räume dadurch grösser wirken. Wände werden weniger stark raumbegrenzend wahrgenommen.

Die Transparenz der Lasurfarben und die Reflexion des Lichts ergeben ein organisch anmutendes Gesamtbild. Zusammen mit den Veränderungen des Lichts zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, entfalten Lasurtechniken eine wohltuende Umgebung im Wohn- bzw. Arbeitsbereich, die je nach Farbton anregend, beruhigend, erfrischend oder konzentrationsfördernd sein kann.

Geeignete Untergründe für Lasurtechniken sind glatte, feine und grobe Gips- oder Mineralputze, aber auch Rauhfaser, Glasfaser und Mustertapeten. Die Ausführung kann wisch-, wasch- oder scheuerbeständig sein. Mit einem wasserabweisenden, farblosen Überzug, kann eine Wischtechnik auch in Feuchträumen wie z. B. im Bad eingesetzt werden.

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Spachteltechnik / Stucco-Veneziano

Schon in der Antike galt eine Spachteltechnik als höchste ästhetische Vollkommenheit der Wandgestaltung. Vollkommen glatte, farblich strukturierte und auf Hochglanz polierte Wandflächen.
Die Ursprünge dieser zur Zeit so gefragten Technik liegen in Italien. Während der Freilegung von Pompeji entdeckte man Relikte solch kostbarer Wandflächen, geschaffen aus Kalk, ein seit Jahrtausenden bewährtes Material, mit ökologisch unbedenklichen Eigenschaften wie z. B. einer hohen Dampfdiffusionsfähigkeit.

Die Geschichte der Spachteltechnik ist deshalb auch eine Geschichte des Kalks.
Die marokkanische Variante, der Tadelakt, findet inzwischen auch in Europa seine Anhänger.

Allerdings werden in heutiger Zeit auch sog. Spachteltechniken mit Spachtelmassen auf Dispersions-, oder Acrylbasis ausgeführt. Diese aber sind mit den traditionellen, wie z. B. der venezianischen Spachteltechnik, nicht zu vergleichen, denn nur diese entfalten jenen einzigartigen Charakter aus Marmorglanz und Tiefenlicht. Der Grund dafür hängt mit dem günstigeren Lichtbrechungsindex des Kalks zusammen, der von keinem anderen Material erreicht wird.
Voraussetzung für eine Spachteltechnik ist ein vollkommen glatter, alkalischer Kalk-, oder Zementputz. Gipsputze sind dagegen ungeeignet. Die Spachtelmassen werden dabei in drei bis acht Lagen aufgetragen, poliert und anschliessend zum Schutz mit einer Wachsschicht überzogen.
Die Anwendungsbereiche der Spachteltechnik sind sehr vielseitig und befriedigen höchste ästhetische Ansprüche.

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Fassadengestaltungen

Wer sein Haus sanieren möchte oder einfach nur den Anstrich erneuern will, weiss, dass die farbliche Gestaltung eines Gebäudes gut überlegt sein sollte. Ist das Ergebnis nach der Fertigstellung nicht zufrieden stellend, so wird eine nachträgliche Änderung häufig sehr aufwendig und kostenintensiv und wer möchte schon in einem Gebäude mit misslungener Farbgestaltung über mehrere Jahre hinweg leben, denn eine Fassade sollte schon mind. 10 Jahre ohne weitere Sanierung auskommen.

Die Fassade und damit hauptsächlich die Farbgestaltung ist das «Aushängeschild» Ihres Gebäudes, aus diesem Grund sollte eine sorgfältige Vorplanung bei der Fassadengestaltung als Grundlage dienen.

Auch ein Gebäude hat eine Entstehungsgeschichte und diese sollte bei der farblichen Gestaltung Berücksichtigung finden. Bei älteren Gebäuden sollte man zunächst die ursprüngliche Farbgestaltung oder die Farben aus der Entstehungsepoche in Erwägung ziehen. Wenn das Umfeld des Gebäudes und der Baustil es zulassen, kann auch eine moderne farbliche Gestaltung möglich sein. Zu beachten ist allerdings, dass eine Neu-Interpretation aus heutiger Sicht leicht im Widerspruch zur damaligen Architektur stehen kann.

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Bei Trendfarben ist Vorsicht geboten, da sie schnell in Mode kommen und ebenso schnell wieder «out» sind. Es ist daran zu denken, dass der Anstrich einige Jahre halten wird und die Farbgestaltung auch noch nach 5 bis 10 Jahren sehenswert sein soll.

Stark bunte Fassaden werden allgemein nicht in Betracht gezogen, sind aber unter bestimmten Voraussetzungen durchaus attraktiv. Es kommt hier zum einen auf das unmittelbare Umfeld und zum anderen auf die architektonische Gestaltung an. Je stärker eine Farbe ist, umso stärker schwächt sie die Elemente der Architektur ab. Wenn man also architektonische Elemente hervorheben möchte, so sollte man auf «knallige» und kräftige Farben verzichten.

Die Firma mit unserem Malerteam berät Sie gerne bei verschiedenen Gestaltungen an Fassaden und Wänden.

Airbrush

Wir verwandeln simple Gebrauchsgegenstände, aber auch Gebäude und einzelne Räume mittels Luftpinsel in liebevoller Detailarbeit individuell und nach Ihren Wünschen unseren Kunden in einzigartige Kunstwerke.
Jede glattflächige und harte Oberfläche kann mittels Airbrush-Technik effektvoll in Szene gesetzt werden.

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Maserieren

Maserieren ist eine Technik zur Simulierung einer dreidimensionalen, gemaserten Holzoberfläche auf glatten oder ebenen Flächen.
Die Holzimitation findet ihre Anwendung traditionell in der Gestaltung von Möbeln und Raumausstattung.
Vorteil der Holzmalerei ist es, unabhängig von den Eigenschaften echten Holzes zu sein. Das heisst, man ist frei in der Gestaltung von Form und Farbe des Werkstücks und kann so phantastische Oberflächen erzielen.

Marmorieren

Marmorierung, die Kunst täuschend echten Marmor mit Pinsel und Farbe zu erschaffen, hat eine lange Tradition, denn seit jeher üben Glanz, Transparenz und optische Tiefenwirkung von Marmor eine geheimnisvolle Anziehungskraft aus.

Neben handwerklichem Geschick und Übung, erfordert eine Marmorierung die genaue Kenntniss vom Aufbau eines Marmors mit seinen unterschiedlichen Sedimentschichten, der Aderung, den Aushöhlungen und Rissen. Diese Grundstrukturen können stilisiert, vereinfacht oder farbig gesteigert werden. Doch zuvor muß der Geist des Marmors erfaßt und durchdrungen werden, bevor die Hand fähig wird, ihn mit neuen Mitteln neu zu erschaffen. Die freie Interpretation schliesslich, bildet den Höhepunkt einer Marmorierung.

Anwendungsbereiche: Zur Veredlung bestehender Bauteile und Objekte, wie z. B. auf kleineren Wandflächen und -segmenten, ideal für Säulen und Möbel, sowie an Türen und Fenstereinfassungen.